Vielleicht hast du schonmal eine Diät ausprobiert und sogar gemerkt, dass es die ersten Tage gar nicht so schlecht lief und tatsächlich auch erste Ergebnisse recht schnell zu erkennen waren? 

 

Vielleicht warst du sogar schon eine Stufe weiter und hast dich dazu entschieden, schlechte Essgewohnheiten zu verändern und gute Gewohnheiten in deinen Lebensstil zu integrieren. Im besten Fall hast du auch dabei gemerkt, dass es die ersten Tage super funktioniert hat und deine Entschlossenheit sogar Ergebnisse hervorgerufen hat. 

 

Doch dann kommt der Moment in dem man Besuch bekommt oder bei seiner Familie zu Besuch ist. Natürlich ist es da absolute Tradition, Kaffee und Kuchen zu essen, ein reichhaltiges Abendessen zu verspeisen und womöglich noch ein sehr leckeres, süßes Dessert zu naschen. Neue, positive Essgewohnheiten ade und alte, schlechte Essgewohnheiten: Willkommen zurück. 

 

Wenn du solche Situationen kennst und es satt hast, durch so etwas in alte Muster zu fallen, dann ist dieser Artikel genau der richtige für dich. 

 

Sorge für eine feste Struktur 

 

Familienfeiern kommen das ganze Jahr über immer wieder. Das Gute daran ist, dass sie größtenteils vorhersehbar sind und du dich daher schon etwas vorbereiten kannst. 

 

Ein Stück Sahnetorte zum Nachmittag oder etwas Mayonnaise mit Pommes zum Abendessen ist kein Weltuntergang. Gerade am Anfang solltest du auf Familienfeiern ruhig essen, wozu du Lust hast. 

 

Dieser eine Tag wird dich nicht die Arbeit der letzten Wochen kosten. Jedenfalls nicht, wenn es wirklich bei dieser Ausnahme bleibt und du danach schnellstmöglich wieder in deine positive Struktur zurück findest. 

 

Und genau hierbei liegt auch das Geheimnis. Schaffe dir eine Struktur in deinem Umfeld, in der es dir leicht fällt, positive Essgewohnheiten umzusetzen. Das hilft dir enorm dabei, nach Ausnahme-Tagen schnell wieder in deinen eigentlichen Rhythmus zu kommen. 

Der Ort, an dem du die meiste Zeit verbringst, ist vermutlich dein eigenes Zuhause und deine Arbeit. Fällt es dir leicht dort deine positiven Essgewohnheiten weitestgehend umzusetzen, hast du bereits gute Voraussetzungen geschaffen, diese auch nachhaltig zu verfolgen. 

 

Aber zurück zur Problematik: Wie schaffst du es, diese positiven Gewohnheiten auch in Ausnahmesituationen einzuhalten? 

 

Erfülle zumindest einige deiner positiven Essgewohnheiten 

 

Schaffe dir leicht erfüllbare Aufgaben und versuche auch an Ausnahme Tagen, also Besuch bei deiner Familie oder Besuch bei dir zuhause, diese Dinge weiterhin umzusetzen. So kann das z. B. sein, einen Apfel zu essen oder etwas Gemüse. Vielleicht kannst du sogar etwas strenger mit dir sein und auf jegliche Art von kalorischen Getränken verzichten. 

 

Fang klein an und halte dich an deine eigenen „Regeln“. Das wird dir am Ende des Tages ein gutes Gefühl geben, denn du hast deine positiven Essgewohnheiten nicht gänzlich vernachlässigt – das ist super! 

 

Mit der Zeit kannst du die Regeln verschärfen, bis du an einem Punkt gelangst, an dem du von allein und ohne Anstrengung deine positiven Essgewohnheiten auch in Ausnahmesituationen verfolgen wirst. 

 

Hier ein paar Beispiele für „leicht“ einzuhaltende, positive Essgewohnheiten:

 

Besuch bei dir zuhause:

  • Sorge dafür, dass zu allen Mahlzeiten Obst und Gemüse bereit steht. Selbst wenn keiner deiner Gäste zugreift, hast du die Chance, dir den Bauch damit zu füllen. 
  • Backe Kuchen, der möglichst kalorienarm ist und einige positive Eigenschaften besitzt: Obst-Streusel-Kuchen (Pflaume, Kirsch), Erdbeerkuchen
  • Desserts müssen nicht immer Kalorienbomben sein. Biete deinen Gäste eine Quarkspeise mit Himbeeren oder Kirschen an. Benutze dafür auch Magerquark und stelle notfalls eine Schale Zucker mit auf den Tisch, falls jemand nachsüßen muss. 
  • Kaffee schmeckt auch mit 1,5% Milch, statt mit Kondensmilch oder Sahne. 
  • Knabbereien sind schnell vorbereitet und auf den Tisch gestellt. Wenn du nicht ganz darauf verzichten willst, tausche zumindest einige Schalen gegen Nüsse und Samen/Saaten aus. 
  • Ihr esst gern gemeinsam Frühstück? Dann wähle unbedingt auch Vollkornbrot/brötchen und verschiedene Körnerbrote/brötchen. 
  • Bier und Radler gibt es auch in alkoholfreien Varianten. Meistens geht es doch auch gar nicht darum, möglichst viel Alkohol zu konsumieren. Die alkoholfreie Variante spart Kalorien und zusätzlichen Appetit. 
  • Cola, Fanta, Sprite ist ok, aber habe immer auch Mineralwasser in greifbarer Nähe oder probiere dich etwas aus und bereite Wasserkaraffen mit z. B. Himbeeren oder Gurken aus. Das gibt dem Wasser einen kleinen Geschmackskick und lädt zum probieren ein. 

 

Besuch bei deiner Familie/Freunden:

  • Die nächste Familienfeier steht an, das assoziieren viele mit üppigen Mahlzeiten und Völlegefühl, wenn es wieder nachhause geht. Super! Nutze das und sprich das Thema offen an. Viele Gastgeber fühlen sich dazu gezwungen, reichlich aufzutischen, „weil es einfach schon immer so war.“ Wo ist der Sinn, wenn sich im Stillen viele denken, dass diese Familienessen einfach immer zu viel sind, aber keiner damit beginnt, weniger aufzutischen? Wir wollen doch bloß satt werden, nicht platzen… 
  • Fast immer lassen sich unter der Vielzahl der Speisen auch gesunde Dinge finden. Mach es Dir zur Aufgabe viel von dem gesunden zu wählen und dafür weniger vom Rest. 
  • Wasser gibt es immer: Wenn du bei den Speisen nicht viel Spielraum hast, dann trinke zumindest überwiegend Wasser. Auch das spart dir sehr viele Kalorien 
  • Höre aktiv auf dein Hungergefühl und sage auch mal nein. Ich weiß, dass ist gar nicht so einfach. Vor allem wenn man 3 leckere Sahnetorten zur Auswahl hat, da ist die Versuchung groß zumindest von jeder Sorte ein Stück zu probieren. Teile dir das dritte Stück mit jemanden oder sogar jedes Stück. Dann hast du zwar alles probiert, aber immerhin 50% gespart.
  • „Du hast doch noch gar nichts gegessen, alles muss leer werden.“ Die Omas können einen schon zum Essen überreden, keine Frage. Umgehe dieses Problem und nehme von vornherein Behälter und Dosen mit. Biete an, am Ende etwas vom Übriggebliebenen mitzunehmen. Meistens reichen die Mengen auch noch für eine Mahlzeit am nächsten Tag. 

 

Ich bin mir sicher dir fallen selbst noch weitere Ideen ein, wenn du mal 5 Minuten in Ruhe drüber nachdenkst.

 

Wie bei so vielen Dingen im Leben mangelt es nicht an Ideen. Es sind die Ideen, die wir auch wirklich in die Tat umsetzen, die den Unterschied ausmachen. Denk mal darüber nach. 

 

Mein Anspruch ist es, dir dabei zu helfen, nachhaltig abzunehmen. Das darf auch gerne mal Jahr(e) dauern. Na und? 

 

Wichtig ist es, dass du die nötige Geduld mitbringst und den Willen, dich weiterzuentwickeln. Denn nur wenn beides stimmt, kann ich dir auch wirklich helfen. Und wir sind beide zufriedener, wenn Abnehmen nicht nur ein Spruch bleibt, sondern am Ende des Tages auf der Waage ersichtlich ist. 

 

Wenn du meine Beiträge gut lesen kannst und mir vertraust, dann kann ich dir nur empfehlen, wieder zu kommen und weitere Beiträge zu lesen. Ich werde dir immer wieder Impulse geben, auch in die Umsetzung zu kommen. Und darauf kommt es am Ende an. 

 

Also: Warum kommst du wieder auf diese Seite und liest noch weitere Beiträge zum Thema Ernährung und Prävention?